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Das ABC der Kapitalanlage

Eingetragen von auf 8. Dezember 2010 – 15:31Kein Kommentar

Sparbuch, Aktie oder doch lieber festverzinsliche Sparbriefe? Für viele Deutsche ist das 1X1 der Kapitalanlage ein “Buch mit sieben Siegeln”. Dabei ist die Lösung doch recht einfach: Die optimale Kapitalanlage gibt es nicht! Eine Kapitalanlage muss immer Anlage- und Anlegergerecht und somit sehr individuell ausgewählt werden. Eine ausgewogene Anlagestrategie besteht immer aus einer intelligenten Kombination verschiedener Produkte. Deshalb macht es nie Sinn, all sein Geld auf ein Sparkonto oder all sein Vermögen auf eine Aktie zu setzen. Die richtige Mischung macht es.
Dabei stehen im Vorfeld einer jeder Vermögensplanung die Analyse der persönlichen Situation:

- Wann benötige ich welche Geldbeträge wofür?
- Was habe ich für einen Liquiditätsbedarf?
- Welchen Anlagehorizont möchte ich eingehen?
- Was habe ich für ein Chancen-Risiko-Profil?
- Wie lauten meine steuerlichen Rahmenbedingungen?
- Über welche Kapitalanlagen verfüge ich bereits?

In Abhängigkeit von dem Planungshorizont kommen verschiedene Kapitalanlageformen und Produkte in Betracht:

Die kurzfristige Anlage dient immer der Liquidität. Hieraus werden laufende Rechnungen, Reparaturen, größere Anschaffungen etc getätigt. Darüber hinaus dient sie der Absicherung für unerwartete Lebensrisiken, wie zum Beispiel Krankheit. Als Produkte kommen hier nur solche in Betracht, die keinerlei Kursschwankungen oder Risiken bergen:

Sparkonten bei der Hausbank. In der Regel sind die Konten mit einer drei monatigen Kündigungsfrist belegt und selten über 2 % verzinst. Aktuell verfügen die Deutschen über 604 Milliarden ? an Spareinlagen bei deutschen Banken. Besser sind da Tagesgeldkonten. Hier liegt der Zinssatz bei 2,3% bis 3% bei täglicher Verfügbarkeit.

Geldmarktfonds gelten als clevere Alternative, hier wird das Geld sehr gut verzinst und man hat eine weite und sichere Streuung über verschiedene festverzinsliche Wertpapiere.

Die mittelfristige Anlage dient immer dem Vermögensaufbau und der Vermögensstreuung. In diesem Bereich kann man auch in Bereiche investieren, die gewissen Schwankungen unterliegen, da man davon ausgehen kann, dass sich die Schwankungen über die Zeit ausgleichen. Als Produkte ergeben sich hier Aktien, Fonds, Anleihen, Immobilien, Beteiligungen etc.:

Aktien verbriefen einen Miteigentumsanteil an einer Aktiengesellschaft. Der Anleger profitiert von Kursgewinnen und Dividenden, ist jedoch auch bei einer negativen Entwicklung des Unternehmens an den Verlusten beteiligt. Vor dem Hintergrund einer Risikostreuung ist es immer sinnvoller in Fonds zu investieren. Hier wird das Geld nicht auf eine Karte gesetzt, sondern z.b. auf die Aktien mehrerer Unternehmen verteilt. In einem Fonds wird das Kapital mehrerer Anleger gebündelt und von einem Fondsmanager in viele verschiedene Wertpapiere oder Immobilien verteilt. Hierbei kann der Anleger zwischen verschiedenen Arten von Fonds wählen:

Aktienfonds
Deutsche Aktien
Europäische Aktien
Branchenfonds
Regionenfonds
Rentenfonds
Immobilienfonds

Bei einer Anleihe – auch Rentenpapier genannt – geben Sie sozusagen einen Kredit an eine große Institution (öffentlich-rechtliche Einrichtung, großes Unternehmen oder den Staat). Als Gegenleistung erhalten Sie einen vorher fest vereinbarten Zins.

Ein sicherer Anteil einer jeden Vermögensplanung ist immer die Immobilie. Aufgrund der Höhe der nötigen Investition bedarf es hierbei jedoch immer einer sehr vorausschauenden Planung.

Für den erfahrenen und steuerlich orientierten Anleger bietet sich darüber hinaus eine Anlage im Bereich der unternehmerischen Beteiligungen an. Hierunter fallen Immobilien-, Schiffs-, Private-Equity-, Container- und sonstige Beteiligungen. Aufgrund der vorhandenen Risiken und der mangelnden Transparenz bietet es sich hierzu auf jeden Fall an, erfahrenen Rat in Anspruch zu nehmen.

Langfristige Kapitalanlage dient immer der Steigerung oder dem Erhalt des Lebensstandards. Passende Produkte sind hier spezielle Altersvorsorgeprodukte oder auch Fonds, wobei eine intelligente Kombination wichtig ist. Mittlerweile ist die Altersvorsorge in Deutschland in drei Schichten aufgebaut.

Die Basisvorsorge:

Die 1. Schicht – umfasst die gesetzliche Rente und die Rüruprente
Die 2. Schicht umfasst neben der betrieblichen Rente auch die Riesterrente
Die 3. Schicht beinhaltet den gesamten Bereich der Privaten Vorsorge.

Auf alle Bereich wirken unterschiedliche steuerliche Vorschriften in der Ansparphase wie auch in der Bezugsphase. Deshalb ist professioneller Rat hier unerlässlich. Versicherungsmakler und Finanzdienstleister geben Ihnen gerne Rat.

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