Schutz vor Trickbetrügern
Alle fünf Sekunden geschieht in Deutschland ein Verbrechen, berichtet die Kriminalitätsstatistik 2004. Besonders betroffen sind ältere Menschen, die zunehmend Opfer von Trickbetrügern werden. Die dramatischen Ereignisse spiegeln sich in Polizeiprotokollen wie folgt wieder: „Am 31.Januar und am 14.Februar. gelangten zwei Männer unter einem Vorwand in die Wohnung einer 83-jährigen Frau in Flingern an der Engerstaße und einer 86-jährigen Frau an der Von-Gahlen-Straße in Gerresheim. In einem Fall wurde Bargeld und Schmuck im Wert von etwa 3.000 Euro und im anderen Fall eine Geldbörse mit 300 Euro erbeutet.“ Allein in Hamburg gab es in den letzten Jahren über 700 Taten, bei denen alte Menschen ihr Erspartes in Höhe von über einer Millionen Euro gebracht wurden. Bislang blieben die Opfer nicht nur mit Ihrer Angst alleine, sondern mussten auch Ihren finanziellen Schaden alleine tragen, denn die normale Hausratversicherung übernimmt die Schäden nicht.
10 Tipps: So schützen Sie sich vor Trickbetrügern
- Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung!
- Legen Sie die Kette oder den Sicherheitsbügel vor, wenn Sie mit einer Ihnen fremden Person sprechen.
- Machen Sie Ihre Türe zu, wenn Sie für eine fremde Person etwas aus Ihrer Wohnung holen wollen!
- Der unangemeldete Polizist oder sonstige Behördenvertreter muss seine Dienststelle angeben. Überprüfen Sie das mit einem Telefonat bei geschlossener Haustür! Vergleichen Sie die evtl. angegebene Telefonnummer mit der Nummer im Telefonbuch.
- Der unangemeldete Handwerker, Telefonmann usw. muss warten, bis Sie mit dem Vermieter gesprochen haben. Bei geschlossener Haustür!
- Das Glas Wasser, das Kleingeld, den Zettel für die dringende Notiz und ähnliches kann durch den Spalt der mit der Kette gesicherten Haustür gereicht werden.
- Notfall echt oder nicht echt? Egal. Schließen Sie die Haustür und rufen Sie Polizei, Feuerwehr oder den Rettungsdienst. Je nach Angabe der für Sie fremden Person.
Und wenn Sie durch eine Situation unsicher geworden sind, dann rufen Sie einen Nachbarn zu Hilfe. Mit einem kurzen Telefonat bei geschlossener Tür.
Und geben Sie niemals etwas einer Ihnen fremden Person. Weder Geld noch Ihre Scheckkarte noch eine Geheimnummer. Wenn Sie unsicher sind, dann rufen Sie einfach bei Ihrer Bank an.
Zählen Sie Ihr Geld nicht in der Öffentlichkeit! Lieber in einem menschenleeren Nebenraum
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